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Tag 3

Tag 3

14 April 2011 |  by Thomas Deutsch  |  Share  | 


Nach einem Foto für das Dorf ging es an diesem Morgen wie geplant abseits von des Tracks per Bundesstrasse durch das Vogtland. Es war schon sehr viel Verkehr aber es war besser als dem Track von Dorf zu Dorf zu folgen. An diesem Tag hatte ich auch etwas Angst vor der geplanten Strecke da sie uns am Vortag buchstäblich auseinandergenommen hatte. Ich hatte auch Angst davor das meine genaue Planung sich im Laufe der Tour sich mehr zum Hindernis als zur Hilfe entpuppt und das Valentin diese anfangen wird komplett abzulehnen. Kurz vor der Abfahrt wurde uns noch gesagt das es sehr hügelig wird… und so wurde es dann auch. Bis auf 800m schraubten wir uns bis kurz vor Klingenthal einen Berg herauf. Hier war das Gras noch ganz braun und flachgelegen – der Schnee war wohl erst seit kurzem getaut und etwas konnte man noch am Strassengraben sehen. Oben angskommen – so waren wir mit unserer Stimmung auch recht weit oben. Der grösste Hügel war geschafft und damit waren wir auch erleichtert. Vor der Abfahrt gab es an einer kleinen Grillbude noch einen Tühringer-Roster. Diese Bude war übrigens sehr geschmackvoll mit Fotos von nackten Frauen und schlechten Sex-Comics was aber gut zum Besitzer passte. Die Bratwurst schaffte es dann auch nur auf eine Wertung von 4-. Die schnelle Abfahrt nach Klingenthal haben wir dann auf Video festgehalten. Das war schon ein Spass!
In Klingenthal dann letzte Überweisungen und Telefonate. Habe auch noch meine Freundin angerufen die ich seid Reisebeginn sehr vermisse. Das Telefonat hat mich sehr aufgebaut und Valentin fragte mich was denn los sei… Ich strahlte wohl über beide Ohren. Dann machten wir noch die letzten Essens-Besorgungen vor dem Grenzübergang da wir nicht wussten wie gut oder schlecht wir an diesem Tag noch an Essen kommen würden. Der Grenzübergang lag direkt hinter der Stadt.

Es ging Runter in die Tschechische Republik und das nicht nur von der Höhe. Hier war der Unterschied sofort zu erkennen. Es ging durch eine Stadt mit Plattenbauten und es waren sehr viel mehr Menschen zu Fuss unterwegs – auch mal mitten auf der Strasse. Ein Inlinefahrer hielt 2 LKWs und etliche PKWs auf von denen sich aber keiner beschwerte… Und auf der Hauptstrasse gab es einen Bahnübergang ohne Schranke, dafür aber mit Stop-Schild! Jedes Fahrzeug hat hier auch “Stop” gemacht. Als tschechischer Autofahrer ist man also sehr umsichtig was wir auch als Fahrradfahrer gemerkt haben. Der Hauptstrasse sind wir dann weiter gefolgt. Von dieser gingen oft kleine Strassen ab, so das die Hauptstrasse irgendwann auch nur noch eine Landstrasse mit wenig Verkehr war. Ich hatte mit viel Verkehr für die nächsten 40km bis Klingenthal gerechnet und hatte nichts dagegen diese auf der Landstrasse mit unberührter Natur unterwegs zu sein. Es ging durch richtig tolle Wälder und Heide-Landschaften. Doch das hatte dann nach 20km ein schlagartiges ende. Ein Braunkohleabbau mit qualmenden Schornsteinen und Gestank holte mich aus dem Gedanken das die Tschechen ihre Natur lieben müssen. Die restlichen Kilometer nach Karlsbad waren auch nicht mehr der Rede wert.
Karlsbad war sehr schön und wir schauten uns für ca. 40 Minuten die Innenstadt an und machten ein paar Fotos.
Diese Stadt hat einen Hinterausgang :) Wenn man es schafft den Berg direkt am Ostende zu überwinden. Wir waren schon recht geschafft von unserem Berg vor Klingenthal in Deutschland und Valentin sagte zu mir das erste mal das er 130km am Tag schon für eine Ansage halten würde. Ich konnte das nur bestätigen und der Hügel hinter Karlsbad hat mich dann schon sehr geschafft. Das Schlimme war die Landschaft und die Dörfer direkt hinter Karlsbad… Es war viel Natur zu sehen, aber sonst nicht viel. Wir waren so geschafft das wir uns 30km hinter der Stadt dann ein kleines Stückchen Wald zum Wildcampen ausgesucht haben.
Es war nicht ganz einfach… Für alle die es noch nicht gemacht haben sei gesagt das man ALLES hört. Den Uhu, den Hund im nächsten Dorf und so ein komisches Krächtsen bei dem man hofft das es nicht näher kommt. Ich habe schon besser geschlafen, konnte den nächsten Tag dann aber ausgeruht beginnen.



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