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Tag 18

Tag 18

23 April 2011 |  by Thomas Deutsch  |  Share  | 

Von Pazardzhik bis kurz hinter die griechische Grenze
Wir packen die Radtaschen in der Hotellobby ans Fahrrad. Im Hintergrund lief das Nirvana live Album das mir einen guten Ohrwurm für die ersten Stunden auf dem Rad bescherte. An diesem Morgen waren wir schon früh unterwegs denn wir wollten an diesem Tag über die Berge nach Griechenland. Kaum hatten wir die Stadt verlassen sahen wir sie auch schon vor uns. Es ging also bergauf. Ich war den ganzen Morgen in einem Stimmungshoch und hatte keine Angst vor dem Anstieg bis auf 1700m. Wir folgtem den Flusslauf bis zum Vormittag auf bis zu 1100m wo wir eine weitere Pause einlegten. Dort machten wir unsere erste Bekanntscgaft mit einem anderen Radreisenden der schon seid ein paar Tagen in den Bergen unterwegs war und uns sagte das wir den ersten richtig schönen Tag erwischt hatten. Es hatte kurz zuvor noch geschneit. Doch an diesem Tag schien die Sonne und wir fuhren zu dritt in Richtung Passhöhe. Es wurde bis auf die Temperaturen richtig winterlich. In dem verschneiten Wald lag noch ca 1m Schnee und es war mal wieder beeindrucken durch wie viele Lanschaften man mit dem Fahrrad in nur einem Tag fahren kann. Die Straßen waren frei vom Schnee, dafür aber nass und schlammig was den Radketten nicht so gefallen hat. Wir erreichten dann den Pass ohne Schwierigkeiten. Und fuhren oben auf der Höhe durch eine wahnsinnig tolle Landschaft. Wir verabschiedeten uns kurz vor der Abfahrt noch von unserem Mitreisenden – den wir dann aber noch öfter begegneten da wir auch ständig anhalten mussten um unsere Eindrücke auf Fotos und Videos fest zu halten. Ich kann euch sagen… so eine schöne Gegend habe ich selten gesehen. Nicht nur die Abfahrt in die Stadt Duronav. Auch die 30 km die wir nach westen Richtung Grenze fuhen waren der Wahnsinn. Verrückte Dörfer am Hang gebaut und mit bester Aussicht auf die mit schnee bedeckten Berge und frohe Gesichter wohin man blickte. Valentin und ich fühlten uns beide topfit und hatten jetzt schon Gewissheit das es viel schwerer nicht mehr werden kann auf den nächsten 3000km. Hier versagen die Fotos wirklich – man kann diese wahninns Ausblicke kaum festhalten.

Zugegeben, wir fuhren an diesem Tag zu lange. Bei ca 15km vor der Grenze merkte ich meinen Hunger und Erschöpfung und wurde auch etwas mies gelaunt. Es war zum Ende einfach zu viel und sowas können wir uns eigentlich nicht erlauben. Wir schleppten uns noch bis zur griechischen Grenze und fuhren dann 10km bergab ins nächste Dorf und hatten mehr als 170km auf dem Tacho. Wir fanden ein Hotel für 15€ die Nacht und alles war wieder bei der gewohnt guten Stimmung. Trotz des Tiefs auf den letzten 25km war das der unglaublichste Tag auf dem Rad! Nach dem essen und einer kurzen Wäsche fiel ich dann ins Bett. Ich träumte das ich eine verrückte Radtour mit ein paar Leuten unternahm .. Diese führte aber komischerweise nie weit weg von dem Ort in dem meine Freundin wohnt. So konnte man sich für den Abend verabreden – und ich wachte auf. Eine Sekunde hatte ich noch die Freude sie heute Abend zu sehen, bevor mir dann klar wurde… du bist in Griechenland und dich erwartet ein toller 19ter Tag dieser Reise auch wenn du sie heute Abend gerne in den Arm nehmen würdest.


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